Stadtentwicklungskonzept

Aufruf zur Mitarbeit!

 

In Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Stadträten, Gewerbetreibenden, interessierten Bürgern, öffentlicher Einrichtungen und Vertretern von Vereinen wurde im Jahr 2008 ein Entwicklungskonzept für die Stadt erarbeitet.

 

Unter Zugrundelegung der demografischen Entwicklung, der Wohraumleerstandzahlen und anderen Indikatoren mehr wurde die bauliche, die infrastrukturelle sowie die kulturelle Entwicklung der Stadt beleuchtet und entsprechende finanzierbare Maßnahmen abgeleitet. Diese Entwicklungskonzeption war und ist für zahlreiche Förderprogramme Voraussetzung; Vorhaben, die hier geplant sind, werden mit Landes- oder Bundesmitteln finanziell aufgestockt.  Viele Dinge die damals festgeschrieben wurden, konnten somit vorangebracht oder abschließend aufgearbeitet werden.

 

6 Jahre sind seit dieser Zeit vergangen, ein Zeitraum, der die Überarbeitung, Ergänzung und Änderung dieses Arbeitspapiers erforderlich macht.

 

Sollten Sie Zeit und Interesse an der Mitarbeit dabei haben, sind Sie herzlich eingeladen, Ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen!

 

Sie erreichen uns unter telefonisch unter der Einwahl (Frau Frost) 03744/368162.

 

Nachfolgend Auszüge aus dem Stadtentwicklungskonzept unserer Stadt (Stand Dez. 2008):



Demografie
      

Rückläufige Bevölkerungsentwicklung
Die 4. regionalisierte Bevölkerungsprognose geht von einer weiteren rückläufigen Entwicklung der Bevölkerung bis 2020 aus. Während nach der VARIANTE 1 dieser Prognose ein Verlust von weiteren 822 EW berechnet wurde, prognostiziert die VARIANTE 3 im schlechtesten Fall einen Rückgang von weiteren 1.111 EW. Die VARIANTE 1 war Grundlage für die Betrachtungen im SEKo.

Anteil Jugendlicher bleibt bis 2020 konstant
Eine stabile Geburtenentwicklung bis 2020 wird prognostiziert. Damit wird der Anteil der Jugendlichen konstant bleiben, womit die Schullandschaft und die Kindertagesstätten im Planungszeitraum bis 2020 gesichert sind.  il 5

Anteil der über 65jährigen wird steigen
Die arbeitsfähige Bevölkerung (zwischen 15 und 65 Jahren) wird sich bis 2020 rückläufig entwickeln. Der Anteil der Altersgruppe über 65 Jahren wird im Planungszeitraum weiter ansteigen.

Haushaltsgrößen werden kleiner
Durch die rückläufige Entwicklung der Bevölkerung wird eine Verkleinerung der Haushaltsgrößen bedingt.  

Städtebau und Denkmalpflege

   

Bedarf an Fortführung der Stadtsanierung
Trotz getätigter Investitionen im Sanierungsgebiet besteht weiterhin ein Sanierungsbedarf. Das Sanierungsziel „Aufwertung des Stadtzentrums“ ist jedoch von der Innerstädtischen Umgehungsstraße abhängig. Somit ist erst nach Umsetzung der Innerstädtischen Umgehungsstraße eine erfolgreicher Abschluss der Sanierung gewährleistet.

Änderung Bebauungsplan Stadtgärtnerei

Der Bebauungsplan Stadtgärtnerei bleibt erhalten, eine Änderung ist jedoch erforderlich. Das Planungsrecht soll dem Bedarf angepasst werden. Zukünftig sollen im Bereich Stadtgärtnerei innerstädtische Wohnformen mit städtischen Charakter geschaffen werden. 
 

 

 Wohnen

Keine Neuaufstellung von Bebauungsplänen für Wohngebiete
Auf Grund der Einwohnerentwicklung und des Bedarfes an Wohnungen besteht derzeit kein Bedarf an Neuaufstellungen von Bebauungsplänen für Wohngebiete.

Bis 2020 Rückbau von 224 WE notwendig um die Leerstandsquote zu halten
Auf Grundlage der VARIANTE 1 der 4. regionalisierten Bevölkerungsprognose wird es notwendig sein, 224 WE bis 2020 zurückzubauen, um die Leerstandsquote zu halten.

 

Wenn die Bevölkerungsentwicklung jedoch schlechter, als bei VARIANTE 1 prognostiziert, verläuft, müssen gegebenenfalls noch weitere WE vom Wohnungsmarkt genommen werden.  

Lengenfelder Straße, Siedlung der Jugend / Gendarmeriesiedlung und teilweise Wernesgrüner Straße als Umstrukturierungsgebiet
In diesen Gebieten erscheint die Leerstandsquote als problematisch, welche ca. 5% über dem städtischen Durchschnitt liegt. Langfristig wird in diesen Gebieten Rückbau erfolgen.

Die vorhandenen Flächen sollen in der Lengenfelder Straße gewerblich und in der Gendarmeriesiedlung durch andere Wohnformen nachgenutzt werden.

Verstärktes Einbeziehen privater Eigentümer notwendig
Um das Ziel, die Leerstandsquote halten, zu erreichen, ist es notwendig die privaten Eigentümer in den Rückbau verstärkt mit einzubeziehen.

 

Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Handel und Tourismus

Keine Neuausweisung von Gewerbeflächen erforderlich
Die 5 Bebauungsplangebiete der Stand sind nicht voll ausgelastet. Insgesamt stehen 21,6 ha freie Gewerbeflächen zur Verfügung. Die bestehenden Flächenreserven in den Baugebieten sollten verwendet und von Neuausweisungen für Gewerbeflächen sollte abgesehen werden. 

Revitalisierung von Altstandorten
In Rodewisch gibt es noch vier Industriebrachen. Kurzfristig wird die Brache der MEHA Tiefkühlkost, Auerbacher Straße 15, abgebrochen und als Lebensmittel Discounter nachgenutzt werden. Für die Brachen in der Bachstraße 28 und Wernesgrüner Straße 43 ist eine gewerbliche Nachnutzung möglich. Die Stadt Rodewisch plant die Brache der ehemaligen Filztuchfabrik bis 2010 zu erwerben  und bis 2015 abzureißen. Anschließend soll die Fläche renaturiert werden.  

Verkehr und technische Infrastruktur

Hauptaugenmerk der Planungen liegt auf Straßenbau, Brücken und Stützmauern
Mit der zeitlichen Abfolge der geplanten Maßnahmen bezüglich Verkehr und Infrastruktur hat sich die Stadt Prioritäten gesetzt, die je nach finanziellen Möglichkeiten umgesetzt werden.

Innerhalb des Stadtzentrums sowie der Wernesgrüner Straße wird die Wohn- und Verkehrssituation erst verbessert werden können, wenn der Bau der Innerstädtischen Umgehungsstraße abgeschlossen ist.

 Umwelt

Maßnahmen zur Lärmreduzierung werden geplant
Entlang den Bundesstraßen B 169 und B 94 besteht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Die geplante Ortsumgehung der Stadt sowie die Innerstädtische Umgehungsstraße werden zu einer Reduzierung des Verkehrslärms innerhalb der stark belasteten Bereiche führen.

 

Kultur und Sport

Aufwertung Stadtpark, Schloßinsel, Stadion, ehemaliges Badgelände
Das Programm Stadtumbau Ost besteht aus den Teilen „Rückbau“ und „Aufwertung“. Als Aufwertungsgebiet werden der Stadtpark, die Schloßinsel sowie das Stadion und das ehemalige Badgelände vorgesehen. Damit wird die Sanierung der Kultureinrichtungen, des Stadions und des ehemaligen Badgeländes angestrebt. 

 

Bildung und Erziehung

Sanierungsbedarf am Gymnasium und an der Grundschule
Der bauliche Zustand der Bildungseinrichtung erfordert eine Sanierung. Maßnahmen im Außengelände des Gymnasium beinhalten die Errichtung einer Sportanlage im Freien.

 

Soziales

Bedarf an Hortplätzen in Grundschulnähe
Damit die Ganztagesangebote der Grundschule von schulpflichtigen Hortkinder genutzt werden können, sollen Hortkapazitäten in der Nähe der Grundschule ausgebaut werden.

Bestehender Bedarf an altengerechten Wohnformen
Aus dem wachsenden Anteil der Altersgruppe über 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung ergibt sich ein steigender Bedarf an altengerechten Wohnformen. Ein Ausbau dieser altengerechten Wohnformen ist notwendig, kann jedoch nur von privaten Investoren oder dem Städteverbund realisiert werden. 

 

Finanzen

Setzen von Prioritäten
Die Setzung von Prioritäten hat entsprechend der finanziellen Möglichkeiten der Stadt zu erfolgen.

 
 
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