Neubau Kita Schwalbennest

Standort:

Walter-Krauß-Weg 1 in Rodewisch (Flurstücke Nr. 491/10, 491/12, 491/14)

Maßnahmenbeschreibung: 

Nach Abriss der ehemaligen Textilfabrik Seifert Ende der 1990er Jahre konnte der brachliegenden und zuletzt als Parkplatz genutzten Fläche wieder Leben eingehaucht werden. Dem voran ging 2018/2019 ein städtebaulicher Wettbewerb, an dem sich 15 Büros beteiligt hatten. Das Rennen machte ein ovaler Bau, entworfen vom Büro Rentzsch aus Dresden. Die Idee war es, ein Gebäude zu schaffen, dass sich von seiner Umgebung abhebt und das Stadtzentrum wie ein Stecknadelkopf markiert. Zugleich wirkt es durch die runde Form wie ein schützendes Nest. Die elliptisch umlaufende Terrasse sowie das Dach erinnern dabei an die Umlaufbahn der Sterne in Anlehnung an die Rodewischer Sternwarte. Das Gebäude erstreckt sich auf zwei Ebenen. In der Mitte befindet sich der über zwei Etagen reichende, gemeinsam genutzte Speiseraum. Um diesen herum reihen sich die Gruppenräume sowie die Küche im Erdgeschoss und die Räume für Personal und Technik im Obergeschoss. Über eine repräsentative Treppe, die sich um eine kleine Bühne schmiegt, gelangt man in die obere Etage. Eine barrierefreie Erschließung ist ebenso durch einen Aufzug möglich. Zum Einsatz kamen vorwiegend natürliche Materialien, wie bspw. Zellulosedämmung, Holzfenster, Lärchenholzlamellen, Birken-holzverkleidungen oder Naturölwachslasuren, was ein angenehmes Raumklima schafft, unterstützt durch die natürliche Belüftungsmöglichkeit über die markante Lichtkuppel. Das Gebäude bietet Raum für insgesamt 100 Kinder. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier  am 21.01.2026 wurden im Frühjahr 2026 noch das Außengelände mit Zaunanlage, Spiel- und Klettergerät, Sandkaste, Sonnensegel und Bepflanzung fertiggestellt. Durch die Revitalisierung einer innerstädtischen Brache konnte das Stadtzentrum nachhaltig aufgewertet und belebt werden.

Umsetzungszeitraum: 

            08/2023 – 05/2026

Kosten und Förderung: 

  • Gesamtausgaben: 5,3 Mio € 
  • davon Fördermittel aus WEP: 2/3
  • Eigenanteil Stadt: 1/3

Voraussetzung für den Kita-Neubau war die Ertüchtigung von Göltzsch und Einmündung des Wernesbachs hinsichtlich des Hochwasserschutzes. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Landestalsperrenverwaltung (LTV) wurden zwischen 2024 und 2025 seitens der Stadt die alten Bachmauern abgerissen und von der LTV die Uferböschungen renaturiert sowie das Flussbett naturnah geweitet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,285 Mio. €. Davon hat 1,191 Mio. € der Freistaat Sachsen übernommen. Knapp 94.000 Euro sind aus Eigenmitteln der Stadt Rodewisch finanziert worden.

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