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Geschichte

 

Im Jahre 1411 wurde der Name des Ortes als „Redewisch“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Herkunft des Ortsnamens ist noch nicht eindeutig geklärt, naheliegend ist der Bezug zu „roden“ und „wisch“ (gerodete Wiese). Der eigentliche Ausgangspunkt für den Ort bzw. die Besiedlung war der Rittersitz Göltzsch (1255 Golizlave geschrieben). 1602 entstanden durch Erbteilung der Edlen von der Planitz drei Rittergüter - Obergöltzsch, Untergöltzsch und Niederauerbach. Lt. Vertrag vom 9. Februar 1856 wurden diese Güter zur politischen Gemeinde Rodewisch zusammengeschlossen.


Ein in Niederauerbach bestehender Eisenhammer wurde 1603 in ein Messingwerk umgewandelt. Durch ein erworbenes Privileg war dieses

Messingwerk über 200 Jahre das einzige in Kursachsen.

 

Bei der Entwicklung des Ortes zu einem bedeutenden Fabrik- und Manufakturort  spielen vor allem die günstige Lage an den Wasserläufen Göltzsch und Wernesbach und an der Kohlen-, Salz-, und Poststraße eine Rolle.
 
1865 erfolgte der erste Eisenbahnanschluss Rodewisch's an die "Vogtländische Staatseisenbahn Herlasgrün - Eger". Der "Obere Bahnhof" befand sich bis 1939 auf Rodewischer Flur. Ein weiterer Eisenbahnanschluss an die Strecke Zwickau - Falkenstein erfolgte 1875.
 
1850 begann die Einführung der Herrenwäscheindustrie durch C.W. Krauß, der auch eine öffentliche Nähschule einrichtete. 25 Wäsche- und Weißwarenfabriken - als bedeutendste sei die Firma Friedrich vom Lom genannt - gaben vielen Einwohnern eine Existenz.

 

Rodewisch erhielt zu Beginn des 20. Jhdt. eine Wasserleitung.

 

Nachdem mehrere kleine, im gesamten Ort verteilte Schulen der gestiegenen Schülerzahl nicht mehr genügten, erfolgte 1880 die Einweihung der ersten großen Zentralschule. 1905 folgten dann die Schillerschule und 1930 die Pestalozzischule.


Im Jahre 1893 wurde in Rodewisch auf dem Gelände des Rittergutes Untergöltzsch eine Landesheil- und Pflegeanstalt eingeweiht, das heutige Sächsische Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie. In einem Waldgebiet oberhalb des Gutes Obergöltzsch kam es 1910 zum Bau eines Siechenheimes – des heutigen Klinikums "Obergöltzsch".

 

Rodewisch erhielt am 08.Mai 1924 das Stadtrecht.